Dresdner Neuste Nachichten, 08.01.2005

Eine Idee zieht um - von Schönfeld nach Schönfeld



Magischer Zirkel verwandelt Renaissancebau im Hochland in ein Zauberschloss
Ein anderer Ort, ein anderes Schloss, aber die gleiche Ortsbezeichnung und das gleiche Markenzeichen - Zauberschloss. So etwas bedarf keiner Magie. Hier ist nur eine Idee umgezogen. Und das zur Freude der Ortschaft Schönfeld-Weißig. Unstimmigkeiten mit dem Förderverein des Schlosses Schönfeld bei Thiendorf haben den Magischen Zirkel Dresden veranlasst, sich für sein „Zauberschloss" nach einem neuen Domizil umzusehen. Fündig wurde er vor der eigenen Haustür im 5chönfelder Hochland.
„Das Konzept hat uns gefallen, und nachdem wir mit anderen Vorstellungen nicht zum Zuge gekommen sind, haben wir zugegriffen", freut sich Ortsvorsteher Hans-Jürgen Behr. Mitte Dezember hat der Ortschaftsrat den Beschluss gefasst. Endlich fiel ihm ein Konzept zu, auf dessen Grundlage der Ausbau des äußerlich längst sanierten Renais- sanceschlosses endlich zu Ende ge- bracht werden kann. Noch im Januar sollen die Vertragsgespräche aufgenommen werden. „Ob daraus ein Miet oder ein Erbbaupachtvertrag wird, ist zweitrangig. Wir wollen nur, dass alles geregelt ist", sagt Karl-Heinz Kaiser, der „Erfinder" des Zauberschloss-Konzeptes, nach den Erfahrungen im anderen Schönfeld. Auch dort wollten die Dresdner Magier Klarheit. Doch als sie dem Förderverein ihren Vertragsentwurf vorgelegt hatten, war der wie eine Kriegserklärung betrachtet worden. Ende Oktober erklärte der Förderverein die Zusammenarbeit mit dem Magischen Zirkel für beendet.

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Für das Zauberschloss-Konzept sieht Karl-Heinz Kaiser im Schönfelder Hochland gute Voraussetzungen. In die zweite Schloss-Etage, ursprünglich für Wohnungen gedacht und fertig saniert, kann sofort das Kabinett der magischen Künste einziehen. Für größere Shows bietet der Festsaal etwa hundert Besuchern Platz. Außerdem gibt es einen Cateringbereich mit Küche und vier Ausstellungsräume, in denen die Geschichte der Zauberei präsentiert werden soll. „95 Prozent der vorliegenden Bauplänen können unverändert realisiert werden", findet er. Allerdings steht auch die Verlegung von Sanitäreinrichtungen und eine Bühne für den Festsaal auf seinem Wunschzettel.

Bernd Lichtenberger


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